BRAiNWAVE’25 – KI im (Personal-)Marketing

Let´s talk about Künstliche Intelligenz! Dazu hatten die Marketing Community Bodensee (MCB) und der Studiengang BWLK-Digital Business Management an der DHBW Ravensburg eingeladen. Das Thema war KI im (Personal-)Marketing. Die Aha-Effekte dazu lieferte den rund 120 Zuhörer*innen als Keynote-Speaker Florian Arndt, inoffiziell gekürter KI-Papst.

Let´s face it. „KI kommt, ob wir das wollen oder nicht, ob mit euch oder ohne euch“, stellte Florian Arndt schomal klar. Und wer keine Lust darauf hat? „Arbeitslos, Rente oder KI“, so das schonungslose Fazit von Florian Arndt. Und so zückten die Gäste auch fleißig ihre Handys bei seiner Präsentation von „20 KIs, die deinen Beruf revolutionieren“. Da gibt es KIs, die deine E-Mails beantworte – „8 von 10 Mails schreibe ich nicht mehr selber“. Sehr kommod auch die KI, die aus Audioaufnahmen Protokolle und Zusammenfassungen liefert. Haustier im Homeoffice? Eine KI erkennt 11 Emotionen ihrer Katze – damit auch diese Koexistenz friedlich verläuft. Florian Arndt ist übrigens filmbesessen und hat mit seiner Firma über 70 freilich sehr KI-lastige Werbe- und Filmpreise eingeheimst.

Die anschließende Podiumsdiskussion zu KI im Personalmarketing moderierte Alexander Wehrmann, unser Präsident und Marketingleiter bei Carthago.

Dort ist KI längst angekommen, wie Steffen Fischer, CHRO der ifm-Gruppe sowie unter anderem Gründer des KI-HR-Labs und Leiter der Fachgruppe Strategisches Personalmanagement beim Bundesverband der Personalmanager, deutlich macht. Ob bei der Sichtung von Bewerbungen oder bei der Sondierung von personellem Potenzial an einem möglichen neuen Standort. Dass das auch in einem kleineren Unternehmen der Fall ist bestätigte Alexander Savarino, CEO der vierdimensional // Brand Intelligence Group. Prof. Dr. Thomas Dobbelstein vom Studiengang BWL-Digital Business Management an der DHBW Ravensburg steuerte einige Forschungsergebnisse ein. Zum Beispiel eine Untersuchung der Zufriedenheit von Bewerber*innen, wenn die KI die Bewerbungsgespräche führt. Die sinkt übrigens mit steigender Akademisierung.

Ist die KI also der bessere Personaler? Oder vielleicht fehlt ihr doch das Bauchgefühl? Gerade jenes steht bei den Personalern und Chefs auf dem Podium nämlich ganz hoch im Kurs. Gefolgt von Sozialkompetenz, der guten alten Arbeitsprobe oder Neugier. Spannende Zeiten!

Text: Elisabeth Ligendza

MCB bei den Langenargener Festspielen

Theaterbesuch in Langenargen: Romeo und Julia am See

Im Juli stand ein ganz besonderes Erlebnis auf dem Programm: der Besuch des Theaterstücks Romeo und Julia in Langenargen. Die Aufführung fand in der Konzertmuschel statt, einem stimmungsvollen Ort direkt am See und in unmittelbarer Nachbarschaft des Schlosses. Die Kulisse hätte passender kaum sein können.

Vor der Vorstellung durften wir einen Blick hinter die Kulissen werfen. Der schmale Gang hinter dem Vorhang dient als Lagerort für Requisiten, ein blaues Licht wird für Signale verwendet. Die Schminktische der Schauspieler befinden sich im ersten Stock über dem Kavalierhaus, wo auch Kostüme ausgebessert werden.

Die Sitzreihen füllten sich rasch, die Vorstellung war ausverkauft. Wir hatten Glück, denn obwohl schon zu Beginn per Lautsprecher ein möglicher Regen angesagt und Regencapes angeboten wurden, blieb es trocken.

William Shakespeares Tragödie erzählt von der unglücklichen Liebe zwischen Romeo und Julia, die aus zwei verfeindeten Familien stammen. Ihre heimliche Verbindung, die Hoffnung auf Versöhnung und eine verbotene Hochzeit münden in einem Strudel aus Intrigen, Missverständnissen und tragischen Entscheidungen.

Das Besondere an dieser Inszenierung: Nur vier Schauspieler übernehmen alle Rollen des Stücks. In rasantem Tempo wechseln sie die Kostüme, Kopfbedeckungen und Requisiten, teils hinter der Bühne, teils vor den Augen des Publikums. Eine beeindruckende Leistung, die nicht nur äußerliche Verwandlung, sondern auch präzisen Rollenwechsel im Ausdruck und Sprachstil verlangt.

Der Applaus am Ende war mehr als verdient. Wer mochte, konnte im Anschluss mit den Darstellerinnen und Darstellern ins Gespräch kommen und vielleicht auch ein gemeinsames Foto machen.

Text: Ursula Kraemer M.A.

MCB Sommerfest am Bodensee

Am 2. Juli lud die MarketingCommunity Bodensee zum alljährlichen Sommerfest. Zahlreiche Mitglieder folgten der Einladung. Besonders erfreulich war, dass wir auch zwei neue Gesichter in unserer Runde begrüßen durften.

Im Garten des Pavillons am See, unter dem schattenspendenden Blätterdach großer Bäume, ließ es sich trotz sommerlicher Hitze gut aushalten. Der weite Blick über das Wasser und eine sanfte Brise sorgten zusätzlich für eine entspannte, angenehme Atmosphäre.

So ein Sommerfest ist eine gute Gelegenheit, Kontakte zu stärken, neue Verbindungen zu knüpfen und bietet gleichzeitig auch den einen idealen Rahmen für einen persönlicheren Austausch.

Ein herzliches Dankeschön geht an die Organisatorinnen für die gelungene Wahl der Location und den Ablauf dieses gelungenen Abends.

Text: Ursula Kraemer M.A.

Die Therme Meersburg im neuen Glanz

Am 8. April 2024 schloss die Therme Meersburg für ein Jahr, umfangreiche Modernisierungs- und Erweiterungsarbeiten waren beschlossen worden. Bevor jedoch die Pforten am 28. Mai 2025 wieder geöffnet werden können, ist noch jede Menge zu tun, das fällt bereits von außen ins Auge. Auf dem zum Thermalbad gehörenden Parkplatz lagern viele Baustoffe, das Gelände selbst ist noch komplett eingezäunt.

Vor der Führung durch die neugestalteten Räume sind wir in die Werbeagentur Schindler Parent eingeladen. Geschäftsführerin Manuela Schwarz erläutert die Vermarktungsstrategie anhand von Videos, Bildern und den bereits gedruckten Karten. „Sei am See ganz bei dir“ so die Wortmarke. Ziel ist es, die Therme, eine Wellness- und Erholungsoase, zu einem Anziehungspunkt für Neukunden, vor allem für Touristen, zu machen und ihre Einzigartigkeit, Unvergleichbarkeit herauszustreichen. Was sich im Einzelnen geändert hat, das dürfen wir danach in Augenschein nehmen.

Auch im Inneren finden wir eine Baustelle vor, darauf wurden wir schon in der Einladung hingewiesen: Tragt feste Schuhe, keine Sandalen. Erhalten blieben die Pfahlbausaunen, das Innen- und Außenschwimmbecken und der Zugang zum See. Doch sonst hat sich vieles verändert: Der Gastronomiebetrieb wurde vergrößert und als halbrunder verglaster Anbau an die linke Seite (von der Seeseite aus betrachtet) ausgelagert. So sind auch Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit dem Tourismus, den Hotelbetrieben und den Gastgebern möglich. Gästen von außen allerdings bleibt der Zugang verwehrt. Zusätzlich gibt es eine Saunabar. Neu ist die Textilsauna, eingerichtet vor allem für Touristen aus anderen Ländern. Einen herrlichen Blick auf den Bodensee und die Berge schenken die Liegestühle im gläsernen Ruheraum. Die Massageräume wurden in den Zugangsbereich verlagert und sind somit auch zugänglich für Kunden, die nicht baden oder saunieren möchten, sich aber eine wohltuende Behandlung wünschen.

Was fehlt ist der Kinderbereich. So soll für mehr Ruhe gesorgt werden. Zwar kann man trotzdem in Begleitung von Kindern kommen, doch da es keinen Spielbereich mehr gibt und auch kein flaches Becken, brauchen diese also eine stete Aufsicht.

Bevor am 28. Mai die Therme öffnet, gibt es einen Tag zuvor einen Tag der offenen Tür. So können sich alle Interessierten schon einmal einen Eindruck verschaffen, was sie als Bade- und Saunagäste in Zukunft erwartet.

Text: Ursula Kraemer M.A.

Ein Weltmarktführer in Tettnang – die wenglor sensoric group

Was genau macht eigentlich wenglor?
Das wollten wir bei unserem Besuch im Mai erfahren. Zum Einstieg hörten wir in einem anregenden Vortrag mehr über die Geschichte, den Produktionsumfang und das Marketing des Unternehmens.

1984 hatte Dieter Baur, von Beruf Elektroingenieur, die Geschäftsführung des Unternehmens von Friedrich Wilhelm Wenglorz übernommen. 1986 verlegte er den Firmensitz von Essen nach Tettnang und wählte den Namen Wenglor Sensoric elektronische Geräte, heute bekannt als wenglor sensoric group.

Das erste erfolgreiche Projekt von wenglor war die Erfindung eines kontaktlosen Toilettenspülsystems in öffentlichen Waschräumen. Nach vielen weiteren Produkten wurde 1991 die vielseitig einsetzbare Laserschranke entwickelt. Sie dient der Sicherheit und Genauigkeit, vor allem aber dem Schutz von Mitarbeitern und Maschinen in der industriellen Produktion und ist heute aufgrund der digitalen Entwicklung mehr denn je gefragt. So wurde wenglor sensoric group mehr und mehr zum Global Player im Bereich Sensorik und Machine Vision gewachsen und ist aus der Welt der Automatisierung nicht mehr wegzudenken.

2018 übernahmen die Söhne Fabian und Rafael die Geschäftsführung und wurden zum erfolgreichen Führungsduo. Neben dem Hauptstandort Tettnang mit rund 1100 Mitarbeitern gibt es sieben weitere Produktions- und Entwicklungsstandorte. Dazu kommen 49 Tochtergesellschaften in 42 Ländern.

Wenglor hat sich mit seiner innovativen Stärke zu einem weltweit agierenden Anbieter von Sensorik-, Bildverarbeitungs- und Sicherheitstechnologien entwickelt. 6000 Produkte gibt in inzwischen im Portfolio für unterschiedlichste Kunden: u.a. Holzindustrie, Lebensmittelproduktion, Elektro, Logistik, Verpackung, Pharmaindustrie oder auch Recycling. Große Aufmerksamkeit erreichte die Entwicklung des kleinsten Vision Sensors, des Hochdruckreinigers oder des optoelektronischen Sensor, der mit einem Preis ausgezeichnet wurde.

2025 erhielt wenglor sensoric group den Red Dot Award in der Kategorie Produktdesign. Diese Sensoren ermöglichen eine präzise Erkennung von metallischen Kleinteilen und zeichnen sich durch ein teilbares Gehäuse aus, das eine einfache Montage und Demontage erlaubt.

Nach dem Vortrag hatten wir Gelegenheit, uns in den Räumen des Unternehmens umzusehen. Eine Gruppe ging in die Marketingabteilung, in das bestens ausgestattete Großraumbüro, das professionelle Filmstudio und eines, in dem Fotos erstellt werden. Da wenglor auf vielen Messen präsent ist, sind diese Aufgaben ein besonders wichtiger Baustein.

Die andere Gruppe durfte sich in der Produktion umschauen und musste, um elektrostatische Entladungen zu verhindern, Bänder an den Schuhen tragen, sog. ESD-Bänder, die helfen, statische Elektrizität abzuleiten und so Schäden an empfindlichen elektronischen Bauteilen zu vermeiden.

Im Anschluss daran hatten wir Gelegenheit, uns in den Founders Räumen, der Mitarbeiterkantine, bei leckeren Häppchen gegenseitig über unsere Eindrücke auszutauschen und auch, um neue Kontakte zu knüpfen.

Text: Ursula Kraemer M.A.

Eisstockschießen in der Werft1919 mit Impulsvortrag zur Stressbewältigung

Wie passt Eisstockschießen und Stress zusammen?

Unsere Marketing Community hatte am 28. Januar das große Vergnügen, einen außergewöhnlichen Abend an einem der schönsten Locations am Bodensee zu erleben: der Werft1919 in Kressbronn.

Schon der Start war ein Highlight. Mit Blick auf den See, stimmungsvollem Licht und coolen Sounds durften wir Eisstockschießen – ein Spaß für alle, begleitet von selbstgemachtem Glühwein/Apfelpunsch und einer anschließenden Werft-Führung. Die Stimmung war einfach toll und losgelöst. Die perfekte Grundlage für den Höhepunkt des Abends: Stressbewältigung mit Melanie!

Chaos im Kopf?

Das war die Frage, die unser Mitglied Melanie Vöhringer in ihrem Workshop stellte, wobei sie ihren Titel erweiterte „Vom Chaos im Kopf zur inneren Ruhe.“

Dass wir alle mehr als genug zu tun haben, stets einen vollen Terminkalender abarbeiten müssen und dennoch konzentriert Aufgaben bewältigen sollen, wurde schon im ersten unserer Kleingruppengespräche deutlich. Zur Vorbereitung hatte uns Melanie einen Fragebogen ausgeteilt, in dem wir eintragen konnten, was Stress bei uns auslöst, welche Auswirkung er hat und welche Gründe dieser Belastung zugrunde liegen.

Anschließend zeigte Melanie zeigte auf, welche Folgen Stress nicht nur für den Geist, sondern auch für den Körper hat. Doch wie können wir ihm entgegen wirken?

Grundlage ist ein gutes Zeitmanagement, vor allem die Unterscheidung, was ist wichtig und was dringend. Wir neigen dazu, als erstes in Angriff zu nehmen, was wir vom Tisch haben wollen. Doch damit verschenken sehr wir unsere Energie und lassen stattdessen Dinge liegen, die wirklich wichtig sind. Am Ende des Tages sind wir frustriert und fühlen uns unter Druck, nicht getan zu haben, was wirklich wichtig ist.

Wenn etwas Spaß macht, investieren wir unsere Zeit gerne. Doch die Regel 80:20, das Pareto-Prinzip, stellt die Beziehung zwischen Aufwand und Ergebnis dar. Das heißt, dass 80% des Ergebnisses schon mit 20% Einsatz erreicht werden kann. Dieses im Blick zu haben, lohnt sich. Perfektionismus raubt Zeit und bringt oft nicht mehr.

Pausen sind wichtig. Allerdings sollten wir diese uns nicht erst am Feierabend oder am Wochenende gönnen, sondern auch im Laufe des Arbeitstags einplanen und vor allem auch einhalten. Aufstehen, sich strecken, frische Luft hereinlassen, fünf Minuten nichts tun. Das bringt die Energie zurück und hilft, dem Arbeitstag gewachsen zu sein. Gut, wer sich für die Pause schon einige eigene Entspannungsquickies gemerkt hat und diese auch regelmäßig einsetzt. Gewohnheit ist hier das Zauberwort.

Wenn nicht klar ist, was wir tun sollen, dürfen wir nicht einfach loslegen, sondern Rücksprache halten. Was genau wird von uns erwartet? Was ist möglich und was nicht? Wie passen neue Aufgaben in den eigenen Zeitplan, wer bestimmt die Prioritäten? Es braucht Mut, hier klar zu sein. Wenn nicht, kostet es uns Kraft und Nerven.

Wir übergehen leider oft unsere eigenen Bedürfnisse, aber wir sind keine Maschine. Denn wenn wir die Signale ausblenden, die uns Seele und Körper senden, werden wir auf Dauer krank werden, weniger leistungsfähig sein und möglicherweise länger ausfallen. Damit ist niemandem gedient, weder der Firma, noch der Familie, noch uns selbst.

„Geh du vor“, sagte die Seele zum Körper, „auf mich hört er nicht.“
“Ich werde krank werden, sagte der Körper zur Seele, „dann hat er Zeit für dich.“

Stress vermeiden wir, wenn wir unsere Stärken und Werte kennen und für sie einstehen. Auch die eigene Einstellung zu uns, zur Arbeit, zu den Kollegen und zum Umfeld bestimmt, was uns belastet oder was im Gegenteil Lust macht, uns zu einzubringen, aktiv zu sein.

Wenn alles nicht weiter hilft und der Stress zu groß ist, sollte man sich Unterstützung suchen. Die Themen sind vielfältig: Es kann um die Besserung des Organisation oder die Kommunikation am Arbeitsplatz gehen, um die eigene Fähigkeit, Grenzen zu setzen oder darum, die bereits vorhandenen körperlichen Auswirkungen der Belastung zu reduzieren. Es liegt in unserer Hand, doch soweit sollten wir es lieber nicht kommen lassen.

Text: Ursula Kraemer M.A. & Jana Klesz

Bilder: Jana Klesz

Wie entscheiden Teams?

Dieses Thema brachte uns Businesscoach Jessica Weber näher.

Sie beleuchtete es auf eine besondere Weise und nicht nur das: Die Chance, das Gehörte zu behalten und umzusetzen ist weitaus größer, wenn man es auch gleich anwendet. So hatten wir Gelegenheit, Entscheidungen in kleinen Gruppen zutreffen und uns darüber auszutauschen, welche Erfahrungen wir selbst schon bei Teamentscheidungen gemacht haben. Die Aufgabe war, sich auf den Ort für den nächsten Betriebsausflug zu verständigen.

Entscheidungen im Team zu treffen ist eine komplexe Aufgabe. Besonders, wenn es um ein Thema geht, das große Auswirkungen hat und viele (auch nicht betroffene) Mitarbeiter an den Meetings teilnehmen, ist es schwer, zu nachhaltigen und gemeinschaftlichen Ergebnissen zu kommen. Stattdessen gibt es häufig endlose, ergebnislose Diskussionen.

Auf welche unterschiedlichen Wegen Teams zu Entscheidungen kommen können, erläuterte Jessica. Die meisten von uns kennen die autoritäre Entscheidung. Hier liegt die Macht bei einer Person, das ist in der Regel der Vorgesetzte bzw. die Führungskraft. Sie spricht das Thema an und hat schon einen Vorschlag, dem die Teammitglieder zustimmen können. Natürlich dürfen auch sie ihre Ideen einbringen, doch den Ausschlag für das Ergebnis gibt die Führungskraft. Ob alle Betroffenen mit dem Ergebnis einverstanden sind, spielt oberflächlich gesehen keine Rolle, es hat aber für die Umsetzung und die Beibehaltung eine große Auswirkung. Um das zu berücksichtigen, ist es notwendig, nicht nur über das zu aktuelle Thema zu diskutieren, sondern sich auch darüber zu verständigen, welche Konsequenzen eine Entscheidung für die jeweiligen Mitarbeiter hat, wie sie das wahrnehmen und welche Erfahrungen sie bisher gemacht haben.

Der Konsens ist das Gegenstück der autoritären Entscheidung. Alle Teammitglieder bringen sich ein, legen ihre Ziele dar und kommen dann zu einer für alle Beteiligten uneingeschränkten Einigung. Ist das nicht möglich, könnte es zu einem Kompromiss kommen. Hier machen alle Beteiligten Abstriche von ihren Wünschen und Zielen, um zu einem akzeptablen Ergebnis zu gelangen. Gut wäre es dann aber auch, dass Teammitglieder, die bei der anstehenden Entscheidung mehr umsetzen können von ihren Zielen als andere, bei nachfolgenden Meetings den anderen mehr Raum geben für ihre Ziele. Ist das nicht der Fall, wird auch ein Kompromiss auf Dauer die Kooperation und Atmosphäre im Team beeinträchtigen.

Emotionen spielen immer eine Rolle. Emotionen sind unvermeidlich und sowohl eine Chance als auch eine Herausforderung bei Teamentscheidungen. Der bewusste Umgang mit Emotionen, durch Empathie, offene Kommunikation und Respekt, kann nicht nur die Entscheidungsfindung verbessern, sondern auch die Bindung und Effektivität des Teams langfristig stärken.

Vielen Dank für diesen schönen Austausch!

Text: Ursula Kraemer M.A.

Zu Besuch bei der Deutschen Zeppelin Reederei

Fährt oder fliegt er?

Diese Frage stellen sich die Menschen meist, wenn sie den Zeppelin hoch über sich in den Lüften sehen. Diese und einige andere Fragen haben die MCB-Mitglieder am 23. Oktober 2024 bei der Deutschen Zeppelin Reederei in Friedrichshafen beantwortet bekommen. Ein rundum gelungener, informativer und geselliger Abend, an dem im Anschluss neben leckeren Köstlichkeiten genügend Zeit für Gespräche und „netzwerken war“.

Nun aber zur Antwort der Frage: Beides ist richtig, denn es hängt von der Füllung des Luftschiffs ab. Alles was leichter ist als Luft, fährt, und was schwerer ist, fliegt. In den Anfängen benutzte man Wasserstoff, der leicht und doch auch gefährlich war, was unter anderem zur verheerenden Katastrophe am 06. Mai 1937 führte, als die LZ 128 Hindenburg in Lakehurst, New Jersey, Feuer fing.

Heute wird Helium verwendet, wodurch sich das Gewicht erhöht. Also spricht man vom Fliegen. Deshalb lautet der Slogan von Zeppelin NT auch „Die schönste Art zu fliegen“. Zudem müssen alle Vorschriften der Luftfahrt eingehalten und regelmäßig aktuallisiert werden. Nicht nur das haben wir von Eckhard Breuer, dem Geschäftsführer der Deutschen Zeppelin Reederei, erfahren. Er führte uns durch die Halle, in der wir zwei Luftschiffe nebeneinander bewundern konnten. Eines, das regelmäßig seine Runden dreht, das andere, das im Bau ist. Inzwischen ist das Grundgerüst fertig umhüllt. Der Stoff stammt von einer amerikanischen Firma, die das gleiche Material für die Anzüge der Raumfahrer liefert. Aktuell sind sechs Zeppeline NT im Einsatz, drei für die Deutsche Zeppelin-Reederei in Deutschland und drei für Goodyear in der USA. Der aktuelle Neubau wird das siebte Luftschiff sein.

In den 1920er und 1930er Jahren erreichten die Zeppeline ihren Höhepunkt als ziviles Reisemittel. Diese majestätischen Luftschiffe waren ein Symbol für Luxus, Eleganz und Fortschritt. Es wurde für weitere Strecke eingesetzt, transportierte Menschen wie auch Post und umrundete sogar die ganze Welt. Zeppeline sorgten schon durch ihre äußere Erscheinungsform für Faszination. Die LZ 129 Hindenburg, 1936 fertig gestellt, war das größte je erbaute Luftschiff mit einer Länge von 245 und einem Durchmesser von rund 41 Metern. Siebzig Personen, Fluggäste und Personal, hatten darin Platz.

Nach dem Unglück in Lakehurst endete die Zeppelinära. Parallel zu diesem tragischen Ereignis erlebte die Flugzeugindustrie einen rasanten Aufstieg. Flugzeuge wurden immer schneller, sicherer und effizienter. Der Zeppelin wurde nicht mehr gebraucht.

1997 aber kam der Neustart. Das Luftschiff vom Typ Zeppelin NT stieg in die Lüfte. Es ist wesentlich kleiner, ganze 75 m lang und kann vierzehn Passagiere plus Pilot und Flugbegleitung aufnehmen. Der Zeppelin wird vorwiegend für touristische Rundflüge und als Werbeträger eingesetzt, er leistet aber auch bei der Überwachung von Großereignissen gute Dienste, denn im Gegensatz zu den lauten Geräuschen eines Hubschraubers wirkt er durch sein leises Schweben nicht störend. Der große Vorteil ist auch, dass der Zeppelin nicht kreisen muss, sondern in der Luft stehen bleiben kann.

Er fliegt mit einer Geschwindigkeit von 70 km/h in einer Höhe von 300 Meter, was durch die großen Fenster eine besonders Sicht, auch auf Details, bietet.

2005 kam der Auftrag, die geologischen Formationen in Südafrika, Namibia und Botswana nach bisher unbekannten Rohstoffen und Diamanten zu überprüfen.

Mit Andrea Fischer, der Marketingleiterin bei Zeppelin, durften wir erleben, wie Gäste auf den Flug vorbereitet werden und hatten die Gelegenheit, viele Fragen zu stellen.

Vielen Dank für diesen schönen Austausch!

Text: Ursula Kraemer M.A.
Bilder: Raju Löffelholz

Ein Besuch im Ravensburger Spieleland

Was nimmt man als Dienstleister von einem Marketing-Treffen
in einem Freizeitpark mit?

Gestern traf sich die Marketing Community Bodensee im Ravensburger Spieleland bei Meckenbeuren / Liebenau zur Betriebsbesichtigung und um einen Einblick in die Marketing-Aktivitäten zu erhalten.

Wir erfuhren nicht nur viel über die verschiedenen Bereiche der Ravensburger AG, sondern auch über die Bereiche, in denen Ravensburger mit der Agentur Ravensburger präsent ist. Natürlich durfte auch eine Vorschau auf die kommende Neuheit in 2025 nicht fehlen. Was mir bei den Fahrgeschäften auffiel: Im Vergleich zu vielen anderen Freizeitparks sind hier die Mitarbeiter mit Herzblut und Spaß bei der Sache. Die Wartebereiche sind deutlich kürzer und damit kinderfreundlicher. Ebenfalls fühlt man ein gewisses Teamspirit vom Operator der Bahn bis zur Unternehmensleitung. Das ist ein schönes Gefühl und ist auf jede Branche anwendbar.

Ebenso stellt der Park und auch die Agentur die Marke nicht so stark in den Vordergrund – überlässt dies oft den Kunden, die dann sogar sich wünschen, dass das „blaue Dreieck“ präsenter ist, da es einem Qualitätssiegel gleichkommt. Die Spiele und Maskottchen selbst sind schließlich selbst schon Markenbotschafter für sich.

Das ist ein Learning, das auf viele andere Betriebe übertragbar ist, finde ich. Neben den vielen Eindrücken nehme ich dies zum Grübeln mit ins Wochenende. Wünsche euch allen ein schönes Wochenende und alle die dabei waren: Es war ein toller Abend!

Text: Ralf Hartmann
Bilder: Geraldine Graf

Unser Sommerfest 2024

Am 24. Juli veranstaltete die Marketing Community Bodensee ihr traditionelles Sommerfest. Viele Mitglieder kamen der Einladung nach. Das Wetter war, entgegen mancher Befürchtung, auf unserer Seite und so konnten wir im ersten Teil des Abends im Biergarten des Hotels Lukullum zusammensitzen, ein leckeres Essen genießen und uns mit unseren Tischnachbarn austauschen.

Anschließend ging‘s nach oben in die Skybar. Der Ort unter freiem Himmel, der eine herrliche Aussicht auf den Bodensee und die Lichter in der Schweiz bietet, zauberte eine besondere Stimmung. In lockerer Atmosphäre bildeten sich wechselnde Grüppchen, in denen anregende Gespräche geführt, neue Kontakte geknüpft und alte Freundschaften gepflegt wurden. Und manches neue Projekt angedacht wurde.

So war das Sommerfest der Marketing Community Bodensee auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg. Den Organisatorinnen sei herzlich gedankt, nicht nur für die Wahl des Ortes und den Ablauf des Abends, sondern auch für das Angebot von Speis und Trank.

Text: Ursula Kraemer