Besuch beim Gründungs- und Innovationszentrum der ZU

Entrepreneurship versus Intrapreneurship

Nach einer Begrüßung führte uns Elisabeth Lindt, Leiterin des BIC – Bodensee Innovationscluster Digitaler Wandel –, durch die Räume der Zeppelin Universität im Fallenbrunnen. Die ehemaligen Kasernengebäude wurden für die Hochschule umgestaltet: Ein großer Teil in moderner Architektur, manche Details erinnern jedoch noch an die historische Bauart, eine gelungene Umwandlung von militärischer in zivile Nutzung.

Die ZU wurde 2003 gegründet. Heute studieren dort rund 600 junge Menschen, und etwa 3.500 Alumni erinnern sich gerne an ihre Studienzeit. 140 von ihnen haben eigene Unternehmen gegründet. Der Pioneer Port ist dabei ein starker Impulsgeber, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.

Jonas Vonderlind gehört zu dieser Gruppe. Er ist Gründer und Geschäftsführer von Empovate. Der Schwerpunkt seines Unternehmens liegt im Bereich Intrapreneurship.

Intrapreneurship bedeutet, dass Mitarbeitende mehr Freiheit und Raum erhalten, um eigene Ideen zu entwickeln und neue Produkte oder Dienstleistungen voranzutreiben, anstatt ausschließlich vorgegebene Aufgaben zu erfüllen. Auch Unternehmen wie Google setzen darauf: Mitarbeitende dürfen dort bis zu zwanzig Prozent ihrer Arbeitszeit nutzen, um kreativ zu sein und neue Ideen zu verfolgen. Projekte wie Gmail, Google AdSense oder Google Maps sind auf diese Weise entstanden.

Dabei muss Intrapreneurship nicht immer große Innovationen hervorbringen, oft reichen kleine Verbesserungen im Arbeitsalltag. Doch gerade diese können die Grundlage für etwas Größeres sein.

In einem Workshop durften wir selbst ausprobieren, was es bedeutet, lösungsorientiert zu denken, sich abzustimmen und erste Schritte in Richtung Umsetzung zu gehen.

Ein lebendiger Austausch rundete den Abend ab.

 

Text: Ursula Kraemer Mag.rer.soc.