Was sag ich bloß?

März 2024: Was sag ich bloß?

Diese Frage stellen sich die meisten, wenn im Freundeskreis, in der Nachbarschaft oder auch am Arbeitsplatz ein Todesfall eintritt. Dann fallen häufig Floskeln wie „Du musst jetzt stark sein.“ oder „Gut, dass er nicht mehr gelitten hat.“ oder „Das Leben geht weiter.“ oder „Du kannst doch immer noch Kinder bekommen.“ Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die Angst haben, etwas Falsches zu sagen. Sie vermeiden den Blickkontakt, wechseln die Straßenseite, gehen dem Trauernden aus dem Weg.

Wie wir es besser machen können, zeigte uns Cornelia Dietsche, Trauer- und Traurednerin aus Friedrichshafen,  in ihrem Vortrag „Die richtigen Worte zur richtigen Zeit.“

Jeder Mensch trauert anders, deshalb gibt es keine allgemeingültige Reaktion. Ein Ansatzpunkt kann die Frage sein, wie man selbst in einer solchen Situation behandelt werden möchte. Doch statt zu vermuten, ob das auch dem betroffenen Gegenüber helfen kann und gut tun würde, hilft nur ein Nachfragen:

  • Möchtest du darüber sprechen?
  • Darf ich heute Abend auf einen Sprung zu dir kommen?
  • Was brauchst du im Augenblick?
  • Soll ich dir was mitbringen, ich gehe nachher einkaufen?
  • Magst du morgen mit uns essen?
  • Lass uns einen Spaziergang machen. Hast du Lust?

Jeder Mensch, (auch jedes Haustier), ist einzigartig. Es gibt keinen Ersatz dafür. Auch daran sollte man denken. Deshalb ist das Sprechen über die verstorbene Person, ob erwachsen oder Kind, über das Tier sehr entlastend. Sie werden wieder an die Seite geholt, Erinnerungen werden wach und lebendig gehalten.

Nach einem Trauerfall gibt es viele Reaktionen aus dem Umfeld. Doch kaum ist die Beerdigung vorbei, nehmen diese auch schnell ab. Die trauernde Person ist dann alleine mit ihrem Verlust, für alle anderen geht das Leben weiter.

Um weiter an der Seite der Trauernden zu sein, helfen

  • ein regelmäßiger Kontakt: ein Anruf an jedem zweiten Tag, ein fester Rhythmus für Besuche oder Spaziergänge
  • ein besonderer Gruß, ein Brief, eine Karte an Gedenktagen wie Weihnachten, Geburtstag oder Todestag, um an ein schönes Erlebnis mit der verstorbenen Person zu erinnern.

Bei aller Bereitschaft, eine trauernde Person zu unterstützen, darf die eigene Befindlichkeit nicht aus dem Blick verloren gehen. Wann beginnt es mich zu belasten? Wo sind meine Grenzen? Gibt es andere Menschen, die statt meiner einen Teil der Begleitung übernehmen?

Besonders schwierig ist die Situation, wenn es sich bei dem Todesfall um einen Suizid handelt. Die Angehörigen konfrontieren sich häufig mit Selbstvorwürfen, weil sie glauben, Schuld dran zu haben und diesen Schritt hätten verhindern können. In solchen Fällen sollte auf eine Kontaktstelle hingewiesen werden, die in  dieser besonderen Form der Trauerbewältigung unterstützen.

Werden Unternehmen mit einem Todesfall konfrontiert, bleibt wenig Zeit, Entscheidungen zu treffen. Deshalb macht es Sinn, im Vorfeld einen Leitfaden zu entwickeln. Je nach Rolle des/der Verstorbenen und der Größe des Unternehmens werden die Hinweise unterschiedlich ausfallen:

  • Wer informiert die Mitarbeiter?
  • Wie persönlich soll die Traueranzeige formuliert sein?
  • Wird es eine gemeinsame Gedenkstunde geben
  • Soll ein Kondolenzbuch ausliegen?
  • Wer schreibt die Beileidskarte und wer unterschreibt sie?
  • Wer führt das Gespräch mit dem Mitarbeiter, der Mitarbeiterin, die von einem Todesfall betroffen ist?
  • Wie kann die Arbeitszeit angepasst werden, wenn diese Person emotional sehr belastet ist?

 

Text: Ursula Kraemer M.A.

 

Wer ist Willi? Die Technischen Werke Schussental

Januar 2024: Wer ist Willi?

Die Technischen Werke Schussental GmbH & Co.KG., ein Zusammenschluss der Stadtwerke Ravensburg und Weingarten, hatten sich einen Markenrelaunch zum Ziel gesetzt. Hinter einem Relaunch verbergen sich die Verbesserung oder Veränderungen einer auf dem Markt befindlichen Marke oder eines Produkts. Die überarbeitete Markenstrategie soll einzigartig machen und das Unternehmen zielgerichtet und zielgruppenspezifisch auf dem Markt positionieren.

Betraut mit dieser Aufgabe war und ist Sandra  Bohnacker.  Gemeinsam mit dem Bereichsleiter Robert Sommer stellt sie uns den Stand der Erarbeitung vor. Sie entwickelt ein Konzept, das die TWS digital und analog ansprechend und unverwechselbar darstellt. Das heißt, die Geschäftsfelder sind klar abzugrenzen, die Website, wie auch die analogen Drucksachen und die Werbemittel, einheitlich und den Werten entsprechend anzupassen und die Kundenansprache persönlicher zu gestalten.

Die TWS steht für Bewegung, Verbindung, Energie.

Bewegung steht für Mobilität, die erreicht werden soll mit einem in der Stadt und im Schussental gut ausgebautem öffentlichem Nahverkehr, dem E-Auto oder dem E-Bike und dem Ausbau des dafür notwendigen Ladenetzes.

Verbindung bedeutet die zuverlässige Versorgung der Haushalte mit Strom, Gas, Wasser und Anschluss an das Netz. vernetzte Mobilität. Mit MOBI – flitz und fertig, dem On-Demand-Bus, können flexible, barrierefreie Kleinbusse schnell und unkompliziert in Ravensburg und an mehr als 100 Abholpunkten per Smartphone bestellt werden.

Kunden können Energie beziehen, der zu 100 Prozent aus Wind – und Wasserkraft erzeugt wird, schwerpunktmäßig aus regionalen  Anlagen.

Der visuelle Eindruck wird positiv bestimmt durch eine starke Bildsprache, mit Fotos der Region, einer Änderung der Unternehmensfarbe in ein leuchtendes Zitronengelb, einem modernen Schriftzug, dem Slogan „Für dich“ und mit Willi, einem kleinen Männchen, das jedem bei seinem Anblick ein Lächeln auf das Gesicht zaubert.  Das weibliche Pendant dazu ist Wilhelmine.

Dem heutigen Trend angepasst ist die Kundenansprache mit DU. Im direkten, persönlichen Kontakt allerdings steht noch das SIE im Vordergrund. Das Kundenmagazin  „Mein Schussental“ informiert nicht nur über Neuerungen und Energiespartipps, sondern stellt auch Menschen der Region vor – eine besondere Art, Verbindungen zu schaffen.

 

Text: Ursula Kraemer M.A.

Ein Volleyballspiel in der Flugzeughalle

November 2023: Für den VfB Friedrichshafen Volleyball GmbH war es keine leichte Aufgabe, eine Alternative zur Spielstädte Arena zu finden, nachdem diese aufgrund baulicher Mängel nicht mehr genutzt werden konnte und auch die Fahrten nach Ulm zu Training und Spiel zu kostenintensiv wurden.

Nach langer Suche bot sich eine Reparaturwerkstätte für Flugzeuge in der Nähe des Flughafens an. Doch wie lässt sich eine Flugzeughalle in eine Sportarena wandeln? Dies ist nicht nur grundsätzlich eine große Herausforderung, sondern auch, weil sie nur eine Übergangslösung darstellt.  Denn schon im nächsten Jahr soll die Halle wieder für die Reparatur von Flugzeugen zur Verfügung stehen.

Deshalb blieb z.B. der wuchtige Kran an der Decke, der die Airbusmaschinen hieven kann. Auch sollte die Rinne wiederwendbar sein, in der während der Reparaturen das Altöl abfließen kann.  So hatte man den Boden nur eingeebnet und im Zuschauerbereich mit flexiblen Pflastersteinen belegt. Das Spielfeld bekam einen elastischen Belag, der jederzeit wieder entfernt werden kann.

Matthias Liebhardt, der Pressesprecher des VfB Volleyball, verantwortlich auch für das Teammanagement, führte uns durch die Halle und stand für alle Fragen zur Verfügung.

Dass der VfB nicht mehr in der Champions League spielen kann, liegt nicht, wie viele vermuten, an der Deckenhöhe. Diese ist ausreichend. Doch die Regeln fordern einen Abstand von dreieinhalb Meter rund um das Spielfeld, was die Größe der Halle nicht hergibt. Aufgrund der beengten Verhältnisse ließ sich deshalb auch nur auf einer Seite eine Zuschauertribüne installieren.

Um Umkleidekabinen, Duschen und Toiletten für die Spieler und einen Behandlungsraum für die Physiotherapie zu integrieren, stellte man Container der Stirnseite der Halle auf, die so unauffällig kaschiert, dass man nicht vermutet, was sich dahinter verbirgt.

Nach einem kleinen Imbiss startete das Spiel gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen. Die Mannschaft  des VfB lieferte ein beeindruckendes Spiel und brauchte nur rund eine Stunde für ihren 3:0 Sieg. Wir von der MarketingCommunity haben mit lautstarkem Anfeuern und dem kräftigen Einsatz der Klapptaschen sicher unseren Beitrag dazu geleistet.

Wir wünschen dem VfB eine Fortsetzung der Siegesserie und eine erfolgreiche Suche nach einer passenden Spielstätte für die Zukunft.

Text: Ursula Kraemer
Fotos: Ralf Hartmann

Von der Obstwiese zum nachgefragten Fünf-Sterne-Campingplatz

Oktober 2023: Viele Mitglieder ließen sich locken, an einer Führung über den Campingplatz Wirthshof in der Nähe von Markdorf, teilzunehmen. Es hat sich wirklich gelohnt, denn Familie Wirth, die heute in dritter Generation nicht nur den Platz, sondern auch das dazugehörende Hotel betreibt, hat sich nie mit dem Erreichten zufrieden gegeben. Sie ist bekannt dafür, neuere Entwicklungen in ihr Angebot zu integrieren und auf Erwartungen von Gästen einzugehen.

Besonders augenscheinlich ist die Reduzierung der Stellplätze von 500 auf 250.  Wo früher nur kleine Igluzelte aufgebaut wurden, stehen heute Caranvans, die immer größere Ausmaße annehmen.  Und nicht nur das: Wer lieber ein festes Dach über dem Kopf und etwas Luxus genießen möchte, kann ein Mobilhome mieten oder in eines der komfortablen Chalets einziehen. In der obersten Preislasse winken sogar eine eigene Sauna und ein Whirlpool auf der Terrasse.

Zu den Annehmlichkeiten des Campingplatzes gehören das Restaurant Hofschenke, ein Schwimmbad, verschiedene, abwechslungsreiche und sehr schön gestaltete Indoor- und Outdoorspielplätze, wie auch Bewegungsangebote und Kosmetikbehandlungen. Natürlich fehlt auch der WLAN-Zugang nicht.

Nachdem die Gäste verstärkt in der Umgebung einkaufen können, was sie zum Leben brauchen, hat sich der Laden im Wirthshof zu einem Biohofladen mit regionalen Produkten gemausert, was großen Zuspruch findet.

Bekannt ist der Wirthshof auch für sein Engagement für Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Der Campingplatz setzt auf umweltfreundliche Maßnahmen, wie den Einsatz erneuerbarer Energiequellen und die Förderung von umweltfreundlichem Verhalten bei seinen Gästen.

Wer die Natur liebt, doch eher das angrenzende Hotel bevorzugt, findet in einem der 23 Zimmer oder Suiten einen angenehmen Aufenthaltsort.  Genussvoll essen im hauseigenen Restaurant und der SPA- und Wellnessbereich gehören hier zum RundumSorglos-Paket.

Im Anschluss an den Rundweg stellte uns Claudius im gemütlichen Restaurant noch das neueste Angebot vor: Das Winterprogramm an Silvester bzw. zum Jahreswechsel mit Wellness, Büffet zum Frühstück und am Mittag, ein Galadinner und vieles mehr – ein echtes Highlight.

Wir wurden verwöhnt mit vielfältigen Flammkuchen und leckeren Getränken – kein Wunder, dass die Gespräche noch lange anhielten.

Text: Ursula Kraemer
Bilder: Melanie Vöhringer

KI – Chance oder Gefahr?

September 2023: Der Vortrag über Künstliche Intelligenz bot eine ausgezeichnete Gelegenheit, sich nicht nur über schon vorhandene Anwendungsmöglichkeiten zu informieren, sondern auch zu erfahren, was zukünftig sicher in großem Ausmaß auf uns zukommen wird. Sascha Schmidt, Senior Beratung Strategie, und Dieter Götz, Head of Digital Concept, beide von der Agentur Schindler Parent, führten durch das Thema. Sie blieben dabei nicht theoretisch, sondern veranschaulichten mit Beispielen, wie der Einsatz gelingen (oder noch nicht gelingen) kann.

Auf den sozialen Netzwerken gibt es im Augenblick einen unglaublichen Hype um ChatGPT: Ganz nach dem Motto, du kannst deinen Newsletter oder Blogartikel in 10 Minuten schreiben lassen. Und für ein eigenes Buch brauchst du nur ein paar Stunden bis zur Veröffentlichung. Diese Informationen sind eher abschreckend und lassen Kreative zweifeln, ob sie in Zukunft noch gebraucht werden.

Die Referenten führten über die immense Breite und rasante Entwicklung der KI. „Täglich“ kommen 2000 neue Softwareanwendungen auf den Markt. Durch solche Programme lassen sich nicht nur Routineaufgaben rationalisieren, sondern auch Prozesse simulieren. Man kann unerwünschte Silben aus einem gesprochenen Text eliminieren, für Kunden unterschiedliche Anwendungen eines Produkts veranschaulichen und damit die Kundenbeziehung festigen, Fotos verändern, sich anregen lassen füreigene Prozesse, mit wenigen Klicks Mock ups gestalten für alle sozialen Plattformen und vieles mehr.

Inzwischen gibt es sogar Clips,  die zeigen, dass es möglich ist, die Stimme des Sprechers in einem Video lippensynchron in andere Sprachen zu übersetzen. Was schon (erschreckend) gut funktioniert.

Doch was, wenn ein Text unterlegt wird, den man selbst gar nicht gesprochen hat?

KI kann uns einerseits helfen, Zeit zu sparen und als Inspiration für eigene kreative Arbeit dienen. Allerdings dürfen wir nicht zulassen, dass sie ungehindert und unbewiesen eigene Wege geht. Doch wie schaffen wir das?

Der Datenschutz und das Urheberrecht sind also noch problematisch, da ungeklärt.

 

Text: Ursula Kraemer
Fotos: Mara Sterzai

Unser Sommerfest 2023

Das Wetter und die Sommernacht hätten schöner nicht sein können. Ziel für unser diesjähriges Sommerfest war der idyllisch gelegene Stotz Hof in Ittendorf bei Markdorf. Zwischen Landwirtschaft und Erlebnishof locken hier 35 Hektar mit regionalem Obst wie Erdbeeren, Äpfel, Aprikosen, Kräutern und verschiedensten Gemüsesorten. Auch Kürbisse und Exoten wie Artischocken gedeihen hier prächtig, berichtet Bruno Stotz auf seiner interessanten Feldtour, bei der wir auch spannende Informationen zu nachhaltiger Landwirtschaft und den Gemüse- und Obstanbau im Stotz Hof erfahren.

Wer feiern möchte, findet hier demnächst noch eine neue Eventlocation, das Hofcafé und einen Hofladen oder bucht wie wir für einen ganz besonderes Abend: Die Feldtafel!

Unter freiem Himmel – geschützt unter einem Strecht-Tent – und die Natur unter den Füssen verwöhnte uns das Team um Bruno Stotz mit köstlichen, saisonalen Gerichten aus der Hofküche. Die Zutaten dafür stammen direkt aus dem Garten und von den Feldern. Begleitet von einer Verkostung des hofeigenen Ciders ein rundum gelungener Abend. Entspannung pur in außergewöhnlicher Atmosphäre zwischen Landwirtschaft und Erlebnishof.

 

Text: Gaby Rottmaier
Fotos: Geraldine Graf-Thompson

 

Constanze, Ferdinand und Fridolin

Früher sagte man: „Der See trennt.“ Doch mit dem Katamaran begann eine neue Zeit. Seit 18 Jahren verbindet er die Städte Konstanz und Friedrichshafen, was Touristen, Anwohner und Pendler gleichermaßen zu schätzen wissen.  Wurde er anfangs mit großer Skepsis betrachtet, ist er heute eine gefragte Verbindung auf dem Bodensee.

Bevor wir zu einer romantischen Sundownerfahrt starteten, tauchten wir mit Sebastian Dix, dem Reedereisprecher, in die Geschichte des Katamarans ein. Er, der von Anfang an mit von der Partie war, plauderte aus dem Nähkästchen. Er konnte nicht nur mit vielen Fakten aufwarten, er wusste auch mit amüsanten Anekdoten zu unterhalten.

Der Plan, eine Verbindung zwischen den beiden Städten Friedrichshafen und Konstanz zu etablieren, stieß 2001 auf große Ablehnung. In einem Bürgerentscheid stimmte man dagegen, die Fischer fürchteten um ihre Netze, die Segler sahen eine Gefahr wegen des geplanten Tempos von 40 Stundenkilometer. Doch dann konnte der Frieden gemacht werden.

2004 begann der Bau der ersten beiden Katamarane in der Bodanwerft Kressbronn , das Fundament dazu stammte aus Singapur.  Nach der Taufe der beiden Schiffe auf die Namen Constanze und Fridolin wurden sie am 5. Juli 2015 in Anwesenheit des damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler offiziell in Betrieb genommen.  2007 kam der dritte Katamaran Ferdinand dazu. Seither ist dieses Dreiergespann im Stundentakt unterwegs, nur bei heftigen Stürmen müssen sie im Hafen bleiben.

Horst Schauerte, Geschäftsführer der Reederei und seit einem Jahr mit an Bord, ließ uns einen Blick auf die Fahrgastzahlen werfen. Diese schwanken je nach Jahreszeit und erreichten 2019 mit 471 000 einen Höchststand. Doch mit Corona kam wie überall der Einbruch. Dieses Tal konnte zum Glück durchfahren werden, was auch dran lag, mit besonderen Kombinationsangeboten neue Kundengruppen anzuziehen.

So gibt es einen Spätfahrplan, damit auch Veranstaltungen in den jeweiligen Städten besucht werden können, einen Early Bird Tarif ab 9.00 Uhr, verbilligte Fahrten in der Winter-und der Nebensaison, Vergünstigungen bei Besuch von Museen und dem Spieleland.

Gut verköstigt und mit regen Gesprächen genossen wir anschließend gemeinsam mit einer großen Zahl interessierter Gäste aus Vorarlberg die Fahrt entlang des Ufers, bis Schloss Montfort Langenargen in Sicht kam.

 

Text: Ursula Kraemer M.A.
Fotos: Susi Donner

Drei Jahre keine Messe und dann?

Seit 74 Jahren zählt die Verbrauchermesse IBO für Häfler BürgerInnen und solche aus dem Umland zu einem gefragten Anziehungspunkt.  Coronabedingt hatte die IBO zweimal ausfallen müssen, 2021 war die Erlaubnis  für einen Wiederbeginn leider viel zu spät erteilt worden. Wie sollte man innerhalb von wenigen Wochen Aussteller gewinnen und das Event professionell auf die Beine stellen? Dieses Jahr endlich war es wieder soweit. Am Erfolg früherer Messen ließ sich zwar nicht anknüpfen, denn die Zahl der Aussteller war aufgrund fehlender Planungssicherheit und Lieferengpässe um die Hälfte gesunken. Dennoch blicken die Organisatoren positiv in die Zukunft: Am Ende hatten sich 50 000 Besucher zu einem Besuch entschlossen.

Doch nicht nur diese Zwangspause, auch die  veränderten Publikumserwartungen stellen vor neue Herausforderungen. Darüber berichteten Julia Graf (Leitung IBO), Ludwig Meier (Marketing Messe) und Leif Paschold (TVR Film und Fernsehen) auf dem Podium.

Besucher legen gerade bei Verbrauchermessen nach wie vor großen Wert auf den persönlichen Kontakt zu Aussellern und darauf, Produkte anfassen und ausprobieren zu können. Doch digitale Events liegen ebenfalls im Trend. Sie haben einen zusätzlichen Nutzen:  Das Bewegtbild verbindet alle Sinneskanäle, die dadurch hervorgerufenen Emotionen bleiben im Gedächtnis. Besonders kurze Clips erreichen viele Zuschauer. So hat  Motoboot-Video 125 000 Views erreicht, 94% schauten es sich in voller Länge (22 sec.) an.

Live-Streams erfahren großes Interesse, auch der professionale Kanal für Pressekonferenzen ist gefragt. Bei hybriden Formaten schalten sich Referenten dazu. Besucher, die nicht persönlich vor Ort sein können, haben die Möglichkeit, Videopodcasts on demand aufzurufen. Den Machern von TVR Film und Fernsehen stehen eigene Räume zur Verfügung, in denen Interviews aufgenommen und Werbeclips produziert werden. Sie gehen auf Wunsch aber auch direkt an einen Stand, um persönliche Botschaften des Unternehmens für Interessenten und potentielle Kunden festzuhalten.

 

Text: Ursula Kraemer M.A.
Fotos: Gaby Rottmaier

Mitgliederversammlung 2023 und Fachvortrag zu „Die Zukunft von Messen“

Mitgliederversammlung

Am 8.2.2023 fand die diesjährige Jahreshauptversammlung des MCB im Graf Zeppelin Haus in Friedrichshafen statt.

Präsident Alexander Wehrmann, Geschäftsführer Ralf Hartmann und Vorstand Finanzen Paul Kistner berichteten über die jeweiligen Bereiche. Das neue Programmteam, Geraldine Graf-Thompson und Mara Sterzai,  stellte das Veranstaltungsprogramm für 2023 vor.

Tolle Events und spannende Veranstaltungsorte erwarten die Mitglieder des MCB bei insgesamt zwölf Veranstaltungen.

 

Fachvortrag

Wo finden die meisten Messen statt? Mit dieser Frage eröffnete Prof. Luppold von der Dualen Hochschule, Studiengang BWL- Messe – Kongress- und Eventmanagement seinen spannenden und humorvollen Vortrag. Nein, er spielte nicht auf die katholische Kirche an, er benannte vielmehr Deutschland als einen wichtigen internationalen Messeplatz. Vor Corona machte dies rund 60 – 70% aus.

Doch mit der Pandemie brach das Messegeschäft ein. Auch wenn heute allmählich wieder die Normalität einkehrt, machen sich doch auch Änderungen bemerkbar. So werden Geschäftsreisen reduziert, statt fünf Mitarbeiter besucht nur noch ein Vertriebler die Ausstellung. Das wiederum, so Prof. Luppold, ist eher von Vorteil, denn nun herrscht Qualität vor Quantität, was den direkten Kontakt zwischen Ausstellern und Besuchern fördert und eher Abschlüsse mit sich bringt.

Produkte, die auf Messen vorgestellt werden, sind heutzutage 365 Tage auf Plattformen präsent.

Hausmessen für kleines Publikum haben zugenommen, eine Möglichkeit auch mit kleinem Budget Interessenten und Kunden zu erreichen.

Vor allem aber sind nun Hybride Messen auf dem Vormarsch. Dieses Konzept verbindet Veranstaltungen, die aus einem physischen Part und einer Onlinepräsenz zusammengesetzt sind. D.h. eine Messe, wie man sie von früher kennt wird kombiniert u.a. mit Videoaufnahmen, Live-Streaming von Vorträgen. Auf diese Weise bleiben Messeeindrücke länger verfügbar.

Prof. Luppold als Verfechter der Begegnungskommunikation  sieht darin einen Vorteil, der den direkten Kontakt zwischen Ausstellern und Besuchenden allerdings auf keinen Fall ersetzen kann.

  • Messen bleiben nach wie vor der beste Ort für die Präsentation innovativer Produkte.
  • Ein Messebesuch findet mit Kontemplation statt. Digitale Präsentationen werden oft schnell konsumiert.
  • Die Serendipität, der glückliche Zufall, bringt Menschen in Kontakt, die sich nicht gesucht haben.
  • Und vor allem: Das physische Messeformat wird weiterhin von Austellern gewünscht und von Besuchenden geschätzt. Ein Produkt anzufassen, es zu spüren, zu riechen, es zu handhaben ist durch nichts zu ersetzen.

 

Text: Ursula Kraemer & Gaby Rottmaier
Bilder: Gaby Rottmaier

GIN- und Speeddating in der MINIBAR in Friedrichshafen

Ein toller Einstand von Geraldine und Mara, unseren beiden neuen  Programmverantwortlichen! Am 12. Januar trafen sich MCB-Mitglieder zum GIN- und Speeddating in der MINIBAR in Friedrichshafen.

Neue und langjährige Mitglieder lernten sich dabei noch besser kennen. Moderiert von Ursula Kraemer fanden in drei Runden immer zwei Mitglieder zueinander und stellten sich gegenseitig vor.

Alle zeigten nicht nur Lust am Marketingclub-Leben. Auch die unglaublich vielen Botanix-Gin-Sorten, welche uns die Wirtsleute Sam und Mike Dilnot servierten, wurden getestet und sorgten für noch mehr gute Laune. Zur Stärkung und für eine gute Grundlage sorgten dabei auch die köstlichen grilled Toasts.

Eine wirklich toller Start ins Programmjahr 2023. So kann’s weitergehen! Danke für das tolle Event.