Theaterbesuch in Langenargen: Romeo und Julia am See
Im Juli stand ein ganz besonderes Erlebnis auf dem Programm: der Besuch des Theaterstücks Romeo und Julia in Langenargen. Die Aufführung fand in der Konzertmuschel statt, einem stimmungsvollen Ort direkt am See und in unmittelbarer Nachbarschaft des Schlosses. Die Kulisse hätte passender kaum sein können.
Vor der Vorstellung durften wir einen Blick hinter die Kulissen werfen. Der schmale Gang hinter dem Vorhang dient als Lagerort für Requisiten, ein blaues Licht wird für Signale verwendet. Die Schminktische der Schauspieler befinden sich im ersten Stock über dem Kavalierhaus, wo auch Kostüme ausgebessert werden.
Die Sitzreihen füllten sich rasch, die Vorstellung war ausverkauft. Wir hatten Glück, denn obwohl schon zu Beginn per Lautsprecher ein möglicher Regen angesagt und Regencapes angeboten wurden, blieb es trocken.
William Shakespeares Tragödie erzählt von der unglücklichen Liebe zwischen Romeo und Julia, die aus zwei verfeindeten Familien stammen. Ihre heimliche Verbindung, die Hoffnung auf Versöhnung und eine verbotene Hochzeit münden in einem Strudel aus Intrigen, Missverständnissen und tragischen Entscheidungen.
Das Besondere an dieser Inszenierung: Nur vier Schauspieler übernehmen alle Rollen des Stücks. In rasantem Tempo wechseln sie die Kostüme, Kopfbedeckungen und Requisiten, teils hinter der Bühne, teils vor den Augen des Publikums. Eine beeindruckende Leistung, die nicht nur äußerliche Verwandlung, sondern auch präzisen Rollenwechsel im Ausdruck und Sprachstil verlangt.
Der Applaus am Ende war mehr als verdient. Wer mochte, konnte im Anschluss mit den Darstellerinnen und Darstellern ins Gespräch kommen und vielleicht auch ein gemeinsames Foto machen.
Text: Ursula Kraemer M.A.